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IMBA erhält 1,1 Mio. Europäische Fördermittel für COVID19-Forschung

Als Teil des MAD-CoV 2-Projekts wird IMBA von der Europäischen Kommission mit 1,1 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Therapien gegen SARS-CoV 2 gefördert.

Zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie fördert die Europäische Kommission im Rahmen eines Calls der öffentlich-privaten Partnerschaft ‚Initiative für innovative Medikamente‘ (IMI), acht groß angelegte Forschungsprojekte mit insgesamt 72 Millionen Euro zur Entwicklung von Behandlungs- und Diagnosemethoden für das Coronavirus. 

Unter der Leitung der Statens Veterinaermedicinska Anstalt ist neben Institutionen aus Schweden, Frankreich, Deutschland, Spanien und dem Vereinigten Königreich auch IMBA unter den ProjektpartnerInnen von MAD-CoV 2. Das Projekt zielt darauf ab, die molekularen Details des SARS-CoV-2-Virus zu erforschen und dieses Wissen zur Entwicklung neuer COVID-19-Behandlungen anzuwenden.

Das Penninger-Labor am IMBA hat bereits vor 15 Jahren den ersten genetischen Nachweis erbracht, dass das Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2) der Rezeptor für SARS-CoV ist und dass ACE2 mehrere Gewebe vor Organschäden schützt. Auch für SARS-CoV2, die Ursache von COVID19, ist ACE2 der kritische Rezeptor, durch den das Virus die Zelle infizieren kann. Kürzlich konnten etwa IMBA-WissenschaftlerInnen und KollegInnen nachweisen, dass der Virenbefall in menschlichen Organoiden durch die Hemmung der Interaktionen mit dem SARS-CoV-2-Rezeptor ACE2 vermindert werden kann.

Ziele im Rahmen von MAD-CoV-2 sind die Entwicklung von Organoiden (menschliche Gewebe aus Stammzellen), die Erprobung neuartiger Therapien und Impfstoffe, neue Erkenntnisse über die Rolle von ACE2 bei COVID-19 Erkrankungen, die Durchführung von Hochdurchsatz-Screens und die rasche Umsetzung dieser Erkenntnisse in neue Therapien zur Bekämpfung der aktuellen und auch künftigen Ausbrüche des Coronavirus.

Alle daraus resultierenden Daten und Methoden werden der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Reproduzierbarkeit und Entwicklung von Medikamenten zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung IMI: https://www.imi.europa.eu/news-events/press-releases/imi-announces-covid-projects-boosts-funding-pot-eur-72-million

Pressemitteilung der Europäischen Kommission:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_20_837

 

Über IMI
Die Initiative Innovative Arzneimittel (IMI) ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission und der pharmazeutischen Industrie, vertreten durch den Europäischen Verband der pharmazeutischen Industrie und Verbände (EFPIA). Ihr Ziel ist es, die Gesundheit zu verbessern, indem die Entwicklung innovativer Arzneimittel und der Zugang der Patienten zu ihnen beschleunigt werden, insbesondere in Bereichen, in denen ein ungedeckter medizinischer oder sozialer Bedarf besteht.

 

Über IMBA
Das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie ist das größte Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit dem Fokus auf zukunftsweisende Grundlagenforschung. 16 Forschungsgruppen stellen sich den molekularen Rätseln und unerforschten Gebieten der Molekularbiologie und Medizin. Erkenntnisse aus den Bereichen Zell- und RNA- Biologie, molekularer Medizin und Stammzellbiologie bilden den Nährboden für eine Medizin der Zukunft. Die Stammzellinitiative am IMBA wird durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wissenschaft sowie durch die Stadt Wien finanziert. www.imba.oeaw.ac.at

 

 

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